Il Suonar Parlante Orchestra

Das Rezept für ansprechende Klangqualität steckt bei Il Suonar Parlante schon im Namen: Von Niccolò Paganini stammt die nahezu vergessene Spieltechnik des „sprechenden Klangs“, die darauf abzielt, mit Instrumenten den Ausdruck menschlicher Rede zu imitieren. Im Jahr 2007 benannten Gambist Vittorio Ghielmi und die Sängerin Graciela Gibelli ihr neu gegründetes Orchester nach der wiederentdeckten kostbaren Spielpraxis. Ihr erstes Großprojekt: Die Uraufführung eines Bühnenstücks um Buxtehudes „Membra Jesu Nostri“ bei der „Semana de Musica Religiosa de Cuenca“ in Madrid. Seither setzt das Orchester in flexibler Formation und Besetzung frische Akzente im Originalklang-Repertoire mit regelmäßigen Gastauftritten bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen und in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie. Als Orchester „in residence“ folgte das Il Suonar Parlante Orchestra Einladungen zum Musikfest Stuttgart, dem spanischen Segovia Musikfestival sowie dem Bozar Festival Brüssel.

In seinen Konzertprogrammen und CD-Einspielungen begibt sich das Orchester immer wieder auf die Suche nach ungewöhnlichen Blickwinkeln auf die Welt der Alten Musik. Dabei sprengt es nicht nur virtuos die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation sondern begeistert die Zuhörer mit ungewöhnlichen Querverbindungen zwischen traditioneller Gebrauchsmusik und filigraner Kunstmusik der unterschiedlichsten Regionen. 2012 erschien die CD „Barbarian Beauty“, die Konzerten für Gambe und Orchester von J.G. Grau, Telemann und Tartini gewidmet ist und mit dem moldauischen Cimbalom-Virtuosen Marcel Comendant aufgenommen wurde. Für ihr Album „The Passion of Musick“ mit der Flötistin Dorothee Oberlinger wurde der Klangkörper 2015 mit dem ECHO Klassik für die beste Aufnahme des Jahres in der Kategorie Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts ausgezeichnet. Das aktuelle Projekt „Gypsy Baroque“ wird 2018 beim Pariser Label Alpha Music veröffentlicht.

Webseite: www.ilsuonarparlante.com

Stand: 08/2017. Änderungen oder Kürzungen bitte nur in Rücksprache mit der Agentur.

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Graciela Susana Gibelli

Bestechende Vielseitigkeit und ein umfangreiches Repertoire zeichnen die Sopranistin Graciela Susana Gibelli aus. Die in Cordoba/Argentinien geborene Sängerin arbeitete bereits mit Kollegen und Ensembles der unterschiedlichsten Stilrichtungen zusammen, von Alter Musik über Klassik, bis hin zu zeitgenössischer Musik, Pop und Jazz. Sie gab Konzerte bei renommierten Festivals wie der Styriarte in Graz, Musica e poesia a San Maurizio, Gulbenkian-Festival in Portugal, Ravenna-Festival, Tage Alter Musik Herne, Kunstfest Weimar, Bozar in Brüssel genauso wie sie auch schon mit Kenny Wheeler und Ansgar Striepens beim Verona Jazz-Festival zu erleben war. Als Interpretin Neuer Musik trat sie u. a. bei der Semana de Musica Religiosa in Madrid mit der Uraufführung von Hans Rotmans »Transition« in Erscheinung. Für ihre auf zahlreichen Alben veröffentlichten Interpretationen, Kompositionen und Arrangements wurde Graciela Gibelli mit vielen Preisen ausgezeichnet, so beispielsweise für „The Devil’s dream“ oder „The Passion of Musick“, einer CD, die 2015 den ECHO Klassik erhielt. Mit dem Gambisten Vittorio Ghielmi gründete die Sopranistin 2007 das „Il Suonar Parlante Orchester“, mit dem sie weltweit auf den wichtigsten Konzertpodien gastiert. Für 2018 ist ihre gemeinsame neue CD in Planung: „Gypsy Baroque“ wird beim Label Alpha Classic Paris erscheinen.

Vittorio Ghielmi

Der Gambist, Dirigent und Komponist Vittorio Ghielmi wurde von Musikkritikern schon mit Pablo Casals und Jasha Heifetz verglichen. Die Intensität seines Spiels geht Hand in Hand mit Ghielmis tiefgreifendem Interesse für alte Spielweisen und Musiktraditionen. Auf diese Weise eröffnete der Italiener sowohl der Viola da Gamba als auch der historischen Musizierpraxis im Ganzen völlig neue Klangwelten, veröffentlichte bereits ein eigenes Methodenlehrbuch und überrascht in ambitionierten Programme mit den unbekannten Seiten des barocken Repertoires. Ghielmi zählt heute zu den wenigen Gambisten, die auf Einladung führender Orchester regelmäßig als Solist zu hören sind. Er konzertierte mit Künstlern wie Gustav Leonhardt, Cecilia Bartoli, Reinhard Goebel, Giovanni Antonini oder seinem Bruder Lorenzo Ghielmi ebenso wie mit András Schiff oder Thomas Quasthoff und wirkte bei Weltpremieren neuer Kompositionen mit. Viele seiner zahlreichen CDs, ob als Solist oder mit den eigenen Ensembles, erhielten Preise und höchstes Kritikerlob. Als Inhaber des Lehrstuhls für Viola da Gamba an der Universität Mozarteum Salzburg gibt Vittorio Ghielmi Meisterklassen und Vorlesungen an Universitäten und Konservatorien weltweit. Seit 2016 ist er zudem „Visting Professor“ am Royal College of Music London. Er spielt auf einer Gambe von Michel Colichon, Paris 1688.